Johannes Schwarz
Johannes Schwarz

 

 

 

 

Ensemble Modern

z.Hd. Johannes Schwarz

Schwedlerstr. 2-4

60314 Frankfurt

Germany

Ensemble Modern:

Johannes Schwarz, Fagottist

News:

Kurs für Kammermusik und solistische Literatur für Fagott/Oboe/Klarinette

- Ort: Halberstadt

- Zeit: 21.8.2016 - 28.8.2016

- Inhalt: Standardrepertoire, Klassik und neue Musik, Solo- und Kammermusikunterricht.

Bestehende Kammermusikformationen auch mit Klavier und Streichern können hier ideal ihr Repertoire erweitern und im Einzelunterricht weitere Literaturkenntnisse erwerben.

- Auch Solo-Anmeldungen möglich!

- Dozenten: Johannes Schwarz/Fagott, Ib Hausmann/Klarinette, Christian Hommel/Oboe

Kurs in Halberstadt
Halberstadt, Flyer aktuell 2016.pdf
PDF-Dokument [161.1 KB]

Mikrophonierung Fagott/ microphones  for bassoon

Anfang Juli 2016 habe ich mir bei der Firma Rumberger ein Mikrophonsystem in mein Fagott einbauen lassen. Zur Zeit experimentiere ich damit noch herum, es begeistert mich aber jetzt schon !!! Die Tonabnahme erfolgt am ES-Bogen mit einem speziell konstruierten Mini-Mikrophon, und benötigt eine Phantomspeisung. Der Klang ist über die gesamte Skala sehr ausgeglichen, es gibt praktisch keine akustischen Absenkungen bei einzelnen Tönen. Mit einfachen Mitteln wie der Nutzung eines Equalizers kommt man schnell zu einem schönen satten Fagott-Sound! Das beste ist aber: keine Rückkopplungen mehr, man kann wirklich gefahrlos direkt vor Verstärkerboxen spielen....

soundarchiv bassoon

Zur Zeit habe ich die innovative Softwarefirma MESO aus Frankfurt damit beauftragt, mein Fagott-Klangarchiv für das Internet bereitzustellen (siehe "projects") . Umfangreiche Programmierarbeiten müssen dafür angegangen werden. Ziel ist es, noch in 2016 alle 23.000 Fagott-Soundfiles auf einer Website auch für Smartphone- und I-pad-User jederzeit im Internet abrufbar zu machen. Umfangreiche Informationen zu jedem Klang inklusive Griffdarstellungen werden bereitgestellt, und jeder Klang ist im Original natürlich auch hörbar.

introduction text for the new NEWSLETTER of the ensemble modern 7/2016: (deutsche Version: siehe unten)

 

... and now to write »just one page« about EM ... not as easy as one might have thought! ... First of all, I need to order a glass of red wine ...

A recent article gave me pause for thought: ›Scandal at the Cologne Philharmonie‹ (by A. Brüggemann, published in ›crescendo‹ 3/16). During a concert, the audience protested so vehemently against a piece by Steve Reich (composed in 1967!!) that the concert had to be terminated. What we see here is a new quality in dealing with artistic freedom; in this case it has even raised its head in the supposedly protected environment of a concert hall in apparently oh-so-patient Germany.

In this context, I enjoy working with the younger generation: for the past eight years I have organised the Schwaz master courses for EM, and for three years our IEMA activities. There, EM comes into direct contact with current cultural and social questions: where exactly do we locate current artistic develop- ments (including music) today, how do we deal with audiences, what is society’s attitude towards the current arts scene, what does an »existence as an artist/musician« mean today ...?

//// In contact with the young generation of artists, one thing becomes clearer than before: now more than ever, good program- ming needs to be defended against the mere consumption of the familiar and the habit of wallowing in prejudice.

//// Today, EM’s work has become more political than ever.
The EM school projects (topic: education policy ignores cultural training),  IEMA (practically oriented training, also for non-main- stream musicians),  international courses, musical theatre, music and video-projects, subscription concerts,  the Happy New Ears series,  world premieres ... in this context, none of these are »projects«, but all of them »actions« in the midst of society! I am glad that we are able to work actively, with our nger on the pulse of our time, and that you support us in our work!

Within EM, there are currently a lot of inspiring programmatic discussions, and you can look forward to an interesting time with us!

//// A4 is too small after all – but there’s always another glass of red wine ...

 

warm regards, Johannes

7/2016

 

 

Einleitung zum Newsletter des Ensemble Modern 7/2016
"...und jetzt mal eben nur eine Seite über das EM schreiben.... gar nicht so leicht!....erstmal ein Glas Rotwein dazu.... Ein Artikel hat mir in letzter Zeit sehr zu denken gegeben: „Eklat in der Kölner Philharmonie“ (3/16, crescendo). Das Publikum hat sich während eines Konzertes gegen ein Stück von Steve Reich (komponiert 1967!!!) derart aufgelehnt, das das Konzert abgebrochen werden musste. Hier zeigt sich eine neue Qualität im Umgang mit der künstlerischen Freiheit, die sich in diesem Fall sogar in einem vermeintlich geschützten (Konzert-)Raum  im bisher scheinbar so geduldigen Deutschland offenbart hat. In diesem Kontext genieße ich die Arbeit mit der jungen Generation: Seit acht Jahren organisiere ich für das EM die Meisterkurse in Schwaz und seit 3 Jahren die IEMA. Dort steht das EM in direktem Kontakt zu aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Fragen: Wo genau verortet man heutzutage aktuelle künstlerische Entwicklungen, wie geht man mit Publikum um, wie steht die Gesellschaft zur aktuellen Kunstszene, was bedeutet heutzutage „Existenz  als „Künstler/ Musiker“ ....? //////////I m Kontakt mit der jungen Künstler-Generation zeigt sich deutlicher als zuvor: Gerade jetzt ist gute Programmarbeit dem Konsum des Bekannten und einem Bad in Vorurteilen entgegenzusetzen. ////////// Die Arbeit des EM ist heutzutage politischer denn je. Die EM-Schulprojekte, IEMA, Kurse, Musiktheater, Film/Musik, ABO, HNE, Uraufführungen,.... das alles sind in diesem Kontext nicht „Projekte“, es sind „Aktionen“ inmitten der Gesellschaft. Ich bin froh darüber, das wir dergestalt am Puls der Zeit aktiv tätig sein können und in Ihnen UnterstützerInnen haben! ////////// Im EM werden zur Zeit sehr viele anregende programmatische Diskussionen geführt, und sie können sich auf eine spannende Zeit mit uns gefasst machen! ///// DinA4 ist doch zu klein – aber der nächste Rotwein kommt bestimmt..."

 

herzliche Grüße, Johannes

7/2016